Klick mich und ich werde groß ...
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Die letzten Kilometer wurden mal wieder zu Durchhalteprobe. Wir waren einfach von den letzten 10 Tagen fertig. Die Gelenke taten weh und jeder Schritt war mühsam. Noch ein steiler kurzer Abstieg und wir hatten die Puente de los Navarros erreicht. Sie führte über ein einladend türkis schimmernes Wasserbecken. Der Weg führte wieder hinauf zur Strasse nach Torla. Nach wenigen hundert Metern verabschiedeten wir uns vom GR11. Er bog rechts ab Richtung Bujaruelo, dem eigentlichen Etappenende. Wir jedoch beendeten hier endgültig unserern Pyrenäen-Trip und zollten damit unserem körperlichen Zustand Tribut. Unser Weg folgte weiter der Straße und führte uns zum Campingplatz San Anton.

Wir hatten unser Ziel erreicht. Der Campingplatz war klein, sauber und perfekt zum entspannen. Wir genehmigten uns natürlich zu allererst eine ausgiebige Dusche und steckten unsere Klamotten in die Waschmaschine. Kurze Zeit später duftete alles. Herrlich !

Bei Bier und Oliven in der Campingplatzbar ließen wir die letzten 10 Tage nocheinmal Revue passieren. Dieser Urlaub war geprägt von eine Fülle von wunderschönen Erfahrungen. Wir hatten in entscheidenen Situationen immer Glück gehabt, das Wetter war einfach umwerfend und die Katalanen und Aragonesen hatten bei uns einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Über die Natur und Landschaft kann man hier nicht viel sagen. Die muss man sehen, am besten direkt vor Ort !

Wir kommen auf jeden Fall wieder, keine Frage !

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Etappenübersicht
Nach einer sternenklaren Vollmondnacht begann unser Tag um 7:30 Uhr. Um uns herum herrschte schon reges Treiben. Die Hälfte der Zelte war schon abgebaut und einige andere Nachbarn saßen frühstückend vor ihren Zelten. Wir wollten uns eigentlich erstmal waschen. Leider war das überhaupt nicht möglich. Die Toilettenräume waren einerseits völlig überfüllt und andererseits noch hundert mal unappetitlicher als die am Refugio de Estos. Da war schon das Zähneputzen und Gesichtwaschen eine echte Überwindung. Zurück am Zelt stieg uns der Kaffeeduft so verführerisch in die Nase, daß wir beschlossen im Refugio nach einem Kaffee Ausschau zu halten. Den bekamen wir auch promt. So konnte der Tag entspannt beginnen. Wir hatten heute auch keine Eile, da wir nur noch 15 km bergab mussten. So gestärkt bauten wir fast als Letzte unser Zelt ab und machten uns auf den Weg.

Tag 10

Refugio de Goriz -

Camping San Anton

Etappenlänge : 15km
Höhenmeter rauf : 50m
Höhenmeter runter : 1150m

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Von nun war der GR11 dann auch wieder ein richtiger Weg. Am Rand eines aus Natursteinen gepflasterten Stücks hatte die Naturpark-Verwaltung in regelmäßigen Abständen Lehrtafeln über die hier lebenden Wildtiere angebracht. Das Ordesa-Tal zieht viele Ausflügler an, die hier die Wasserfälle des Rio Araza und eben auch Wildtiere des Naturschutzgebietes angucken können.

Ziemlich schnell verschwand der Weg dann im Wald. Obwohl man so die landschaftliche Einzigartigkeit des Valle de Ordesa nicht mehr genießen konnte, konnte man sich aber doch am kühlenden Schatten erfreuen. Es war wieder ein Tag ohne eine Wolke. So waren wir denn doch eher froh über Schatten als das wir uns über den mangelnden Ausblick grämten. Je weiter wir das Tal hinabgingen umso mehr Spaziergänger kamen uns entgegen. Und die dufteten so wunderbar nach Seife oder Parfum. Wir waren seit nunmehr drei Tagen ohne Dusche und stanken gewiß wie die Pumas. Doch heute Abend wollten wir das ändern. Leider schrumpften die Kilometer bis zum ersehnten Ziel nicht so schnell wie wir es gerne gehabt hätten. Die Rücksäcke wurden immer schwerer. Gegen Mittag legten wir nocheimal eine ausgedehnte Pause ein. Wir kochten die verbliebenen Nudeln und hielten Siesta am Ufer des Rio Araza.

Die ersten Kilometer ging es zwar ziemlich steil aber bequem ins Tal. Für die weniger bergsteigerisch versierten Leute gab es eine Serpentinenroute über ein Geröllfeld. Der eigentliche GR11 führte jedoch über eine Felskante, an der man sich anseilen musste. Diesen Weg nahmen denn auch nur wenige der Wanderer. Im Tal angekommen waren wir schon wieder ganz schon ausgepumpt. Beim Start etwa 45 min vorher hatten wir noch vollmundig verlauten lassen, wie erstaunlich wenig uns doch der letzte Tag in den Knochen steckte und wie kraftvoll wir uns fühlten. Jetzt mussten wir feststellen, daß wir doch ziemlich Kräfte gelassen hatten. Vor allem Andrés Knie schmerzten deutlich. So ließen wir uns auf einem Felsbrocken nieder und genossen erstmal die Weite des Tals mit seinen bizarren Felsformationen. Hier sah es wirklich aus wir im Grand Canyon.