Klick mich und ich werde groß ...
Etappenübersicht
Dies war wohl die langweiligste Etappe unserer GR11-Tour. 10 km entlang der Strasse. Aber man muss wahrheitsgemäß zugeben, daß es auch keine offizielle GR11 Etappe war. Um unsere doch noch angegriffenen Kräfte zu schonen hatten wir eine Abkürzung gewählt. Für diesen Frevel wurden wir nun mit ein paar Stunden glühend heißer Teerpiste bestraft. Mühselig schleppten wir uns , zustätzlich mit neuen Essensvorräten beladen, die wenigen Kilometer zum Refugio de Pineta. Eine bemerkenswerte Entdeckung machten wir auf diesem Weg allerdings doch. Es war das Tal der Pfadfinder. Schon kurz hinter Bielsa stießen wir auf ein Ferienheim. Dort tummelten sich Unmengen junger Pfadfinder aller Altersklassen. Es gab solche mit gelben Tüchern, roten Tüchern oder grünen Kappen. Es müssen Hunderte gewesen sein. Im weiteren Verlauf des Tales passierten wir zudem noch ettliche Zeltlager. Man gewann fast den Eindruck, ganz Spanien hätte hier seine Kinder in Pfandfinder-Urlaub geschickt.

Tag 8

Bielsa -

Circo de Pineta

Etappenlänge : 10km
Höhenmeter rauf : 250m
Höhenmeter runter : 0m

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Weiter ging es zu einem "Campingplatz" am Ende des Tales. Eingentlich war es garkein Campingplatz sondern ein zum Campen freigegebenes Areal am Rande des Nationalparks. Es gab dort zwar Toiletten und Kaltwasserduschen aber das war auch alles. Trotzdem hatte sich hier eine beachtliche Menge Camper eingefunden, die allem Augenschein nach zu einem Großteil hier ihre Ferien verbrachten. Zusätzlich gab es hier aber auch noch eine riesige Menge Tagesausflügler, die ihre Autos auf einem ebenso riesigen Parkplatz abgestellt hatten. Zu unserer freudigen Überraschung musste man hier auch nichts bezahlen um zu übernachten. Wir bauten also unser Zelt in einem schattigen Eckchen auf. Da ich bis dahin die Toiletten noch nicht entdeckt hatte schlug ich mich zur Erledigung eines dringenden Bedüfnisses in die nahegelegenen Büsche. Da war ich wohl nicht die Erste. Das Schild, daß den Beginn des Nationalparks ankündigte hatte hier seine Bedeutung gewechselt.

Da es noch früher Nachmittag war mussten wir noch einige Zeit totschlagen bevor wir ins Bett gehen konnten. So streiften wir über das Campingareal. Wir entdeckten die Campingplatz-Bar, die es auch hier gab. Den Rest des Tages verbrachten wir sodann mit Bier trinken und Leute gucken. Es blieb auch Zeit noch ein paar Heimatanrufe zu erledigen. Gut beschwipst gingen wir früh schlafen. Schließlich wollten wir am nächsten Tag früh aufstehen, da uns die härteste Etappe der Weges bevorstand.

Am Refugio de Pineta pausierten wir. Es lag am Rande des Flussbettes umgeben von Pinien. Zeitweise leistete uns dort ein niedlicher Falter Gesellschaft, der sich immer wieder auf André niederließ und mit seinem Minirüsselchen herumtastete. Einen Teil der Pause verbrachten wir so damit, dieses Minigeschöpft auf einem Foto in Szene zu setzen. Kein allzu leichtes Unterfangen, da es kaum größer war als eine Fingerspitze. Aber so lernt man die Fähigkeiten seines Fotoapparates mal kennen.

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